Handchirurgie

In unserer Praxis werden unter anderem folgende Diagnosen an der Hand behandelt:

  • Schnellender Finger

Wird eine Erkrankung bezeichnet, bei der die Beugesehnen des Fingers (häufig des Daumens) über dem beugeseitigen Fingergrundgelenk verdickt sind und dadurch nicht mehr frei durch das dortige Ringband gleiten können. Dadurch kommt es zu einem ‚Schnappen‘ des Fingers beim Beugen oder beim Strecken in die Normalposition. Das Strecken ist häufig so schwierig, dass diesem nachgeholfen werden muss. Durch einen kleinen operativen Eingriff, unter lokaler Betäubung, kann hier geholfen werden.

  • Karpaltunnelsyndrom

Ist ein Begriff aus der Medizin und bezeichnet ein Kompressionssyndrom eines Nerven (Nervus medianus) im Bereich der Handwurzel. Typisches Erstsymptom sind Schmerzen oder Missempfindungen, die von der Hand in den Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger ausstrahlen und zu Beginn oftmals nachts auftreten. Im Verlauf treten die Beschwerden auch zunehmend tagsüber auf. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Muskelschwund Bereich des Daumenballens, Schwäche beim Greifen und zu Taubheitsgefühlen kommen. Auch wenn die Anamnese und der körperliche Untersuchungsbefund häufig für ein Karpaltunnelsyndrom charakteristisch sind, kann nur die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit die Diagnose sichern. Die Therapie kann vor allem zu Beginn der Erkrankung konservativ (ohne Operation) erfolgen. Sollte es dauerhafte Beschwerden geben wird ein operativer Eingriff nötig.

  • Überbein (Ganglion):

Ist eine gutartige Geschwulstbildung im Bereich einer Gelenkkapseln oder oberflächlichen Sehnenscheide. Woher diese Geschwulst kommt ist unbekannt,  eine Überbeanspruchung der entsprechenden Strukturen mit chronischen Reizzuständen werden angenommen. Es kann aber auch zu Spontanbildung kommen. Die Diagnose eines Ganglions kann meist schon durch dessen Lokalisation oder Form gestellt werden.  Da aber auch andere Veränderungen ein ähnliches Bild bieten können, ist meist eine Sicherung der Diagnose nötig. Von daher werden zusätzlich Bildgebende Diagnoseverfahren, wie zum Beispiel Ultraschall oder eine Röntgenaufnahme, eingesetzt. Die Therapie kann abhängig vom Krankheitsbild  entweder „nicht operativ“ oder „operativ“ erfolgen.

  • Sehnenscheidenentzündung:

Ist eine Entzündung der Sehnenscheiden. Sie äußert sich meistens in starken stechenden oder ziehenden Schmerzen des Handgelenks. Für eine solche Entzündung gibt es verschiedene Ursachen. Die Ursachen werden in „nicht infektiös“ oder „infektiös“ eingeteilt. Die „nicht infektiöse“ Sehnenscheidenentzündung tritt oft im Sportlerbereich auf und wird durch eine zu schnelle Belastungssteigerung verursacht. Die „infektiöse“ Sehnenscheidenentzündung wird oft durch Stichverletzungen verursacht, die zu einer Öffnung der Sehnenscheide und Besiedlung mit Bakterien führen. Die Therapie erfolgt im ersten Schritt konservativ, sollten die Beschwerden anhalten, würde ein kleiner operativer Eingriff erforderlich werden.

  • Dupuytren Kontraktur (Morbus Dupuytren):

Der Morbus Dupuytren ist eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenflächen. Meistens treten bei dieser Erkrankung Knoten und Stränge an der Innenfläche der Hand auf.

Der natürliche Verlauf ist sehr unterschiedlich, und ein Fortschreiten der Krankheit findet oft langsam über Jahre statt. Es dauert oft Jahre, bis die tastbare, knotige oder strangartige Verhärtung zu einer Einschränkung der Bewegungsfähigkeit in den Fingergrund- und -mittelgelenken führt. Meist wird erst in diesem Stadium an eine Behandlung, nämlich eine Operation, gedacht.